Geschlossene Fondsanlagen

Immobilienfonds | Medienfonds | Schifffonds | Windkraftfonds | Private-Equity-Fonds | Umweltfonds | Energiefonds u.a.

Vor allem zum Zwecke des Aufbaus eines zweiten Standbeins neben der gesetzlichen Rente, aber auch aufgrund des Versprechens hoher Renditen und Steuerersparnissen in nicht unerheblichen Umfange wurden in den vergangenen Jahren tausende Anleger zum Beitritt zu sog. geschlossenen Immobilienfonds sowie Boarding-House-Modellen und Seniorenresidenzmodellen veranlasst.
 

 Anlegern wurden dabei bei den vorausgehenden Beratungs- und Vermittlungsgesprächen nicht selten die wesentlichen Risiken der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds verschwiegen oder verharmlost. Der Anleger wurde häufig durch den Hinweis auf einen Mietgaranten, der im Falle einer schlechten Vermietungssituation des Fondsobjekts einspringen soll, in Sicherheit gewogen.

 

 Dass es sich bei der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds um nichts anderes als um eine unternehmerische Beteiligung handelt und damit jeder "Erwerber" auch unternehmerische Risiken wie den Verlust seines eingesetzten Kapitals oder sogar bei bestimmten rechtlichen Ausgestaltungen der Gesellschaft die Gefahr von Nachschusszahlungen im Falle einer finanziellen Krise der Fondsgesellschaft zu tragen hat, ging häufig in den vielversprechenden Renditeberechnungen der Anlagevermittler und Anlageberater unter oder wurde schlichtweg von dem Vermittler unerwähnt gelassen.

 

Von einer - vielfach von Beginn an absehbaren - wirtschaftlichen Krise der Fondsgesellschaft, in welcher die "versprochenen" Mieten hinter den ursprünglich prognostizierten Werten zurückbleiben und daher keine oder nur geringe Ausschüttungen an den Erwerber zur Auszahlung gelangen, sind Anleger besonders betroffen, die den Erwerb der Beteiligung auf Empfehlung des Anlagevermittlers oder -beraters mit einem Darlehen finanziert haben.

 

Nicht selten rieten Anlagevermittler und -berater zu einem solchen darlehensfinanzierten Erwerb einer Fondsbeteiligung, selbst wenn der Anlageinteressent über kaum oder überhaupt keine finanziellen Mittel verfügte, und vermittelten ihm gleichzeitig zur Finanzierung des Anteilserwerbs einen Darlehensvertrag.

 

Infolge gekürzter oder ausbleibender Mietausschüttungen ist es vielen Erwerbern sodann nicht mehr möglich das Darlehen vollständig zu bedienen. Zudem sehen sie sich je nach Fondskonstruktion Nachschussforderungen der Fondsgesellschaft  ausgesetzt. Oftmals eingesetzte Mietgaranten wurden nicht selten sehr früh nach dem Beitritt zu der Fondsbeteiligung insolvent.

 

Wurde ein Anleger bei der Vermittlung des Immobilienfondsanteils nicht zutreffend über die allgemeinen oder spezifischen Risiken eines geschlossenen Immobilienfonds aufgeklärt oder hierüber sogar arglistig getäuscht, so kann er im Einzelfall Schadensersatzansprüche gegen den Anlagevermittler bzw. Anlageberater, die finanzierende Bank oder andere Beteiligte (z.B. Treuhänder, Prospektverantwortliche) erfolgreich geltend machen. Auch kommt eine Kündigung des Beteiligungsverhältnisses in Betracht.

 

Neben der Anlage in geschlossene Immobilienfonds werden Anlageinteressenten häufig auch andere Fondsanlagen - Umweltfonds, Windkraftfonds, Private-Equity-Fonds, Energiefonds, Schifffonds u.a. - als Möglichkeit der Kapitalanlage angeboten, die sich vielfach als nicht so renditestark und risikofrei darstellen, wie der Anlagevermittler oder -berater dies bei der Vermittlung vorgestellt hat. Wie auch bei den geschlossenen Immobilienfondsanlagen werden auch diese Anlagen als Steuersparmodelle sowie ideale Möglichkeiten zum Zwecke der Altersvorsorge beworben, obwohl auch diese Anlagen vor dem Hintergrund der mit ihnen erheblichen Verlustrisiken und oftmals ausbleibenden Steuervorteilen weder zum Zwecke der Altersvorsorge noch zum Steuern sparen geeignet waren bzw. sind.

 

Wird der Anlageinteressent bei der Vermittlung dieser Anlagen nicht zutreffend über Risiken, Renditen oder Besonderheiten der Anlage aufgeklärt oder diese sogar in der mündlichen Beratung oder den zugrunde zu legenden Prospektunterlagen verschwiegen oder verschleiert, kommen auch hier v.a. Schadensersatzansprüche gegen Anlagevermittler oder Anlageberater und Prospektverantwortliche sowie die Initiatoren der Fondsanlage, im Falle der Fremdfinanzierung einer solchen Beteiligung aber auch Ansprüche gegen die finanzierende Bank im Einzelfall in Betracht.

 

Seit Jahren beraten und vertreten wir deutschlandweit eine Vielzahl von Erwerbern verschiedenster Fondsanlagen gegenüber Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken, Anlagevermittlern und Anlageberatern aber auch gegenüber Fondsgesellschaften. Gegenstand dieser Vertretung ist sowohl die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen, die Rückabwicklung des Beteiligungsverhältnisses, aber auch die Abwehr von Ansprüchen gegenüber dem einzelnen Gesellschafter, welche Dritte oder die Fondsgesellschaft geltend machen.

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