Zertifikate | Anleihen | Inhaberschuldverschreibungen

Nach dem Zusammenbruch eine der weltweiten größten Investmentbanken, der Lehman Brothers Bank, wurden Aktienzertifikate einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Erst anlässlich dieses Ereignisses wurde auch den meisten Inhabern solcher Zertifikate bewusst, welche Risiken derartige Wertpapiere in sich tragen.

Im schlimmsten Falle, also im Falle des Zusammenbruchs der emittierenden Bank, ist das angelegte Geld verloren. Man spricht dann vom sog. Totalverlust. Eine Absicherung durch die gesetzliche Einlagensicherung sowie den darüber hinaus bestehenden Einlagensicherungsfonds deutscher Banken besteht nicht. An beiden Sicherungen nehmen Inhaberschuldverschreibungen, Zertifikate und Anleihen nicht teil. Ausnahme hierbei sind Zertifikate, die von Sparkassen / Landesbanken und Genossenschaftsbanken ausgegeben werden, da diese Kreditinstitute über weitergehende Sicherungsmechanismen verfügen.

Auch ohne den Zusammenbruch einer Bank tragen Aktienzertifikate nicht unerhebliche Risiken in sich. So besteht das Risiko im Falle der nachteiligen Entwicklung eines sog. Basiswertes, an den ein Zertifikat gekoppelt ist (z.B. eine Einzelaktie oder ein Aktienindex), dass der Erwerber eines solchen Zertifikats nicht den vollen Anlagebetrag zurückerhält oder zumindest auf eine Rendite verzichten muss.

Zertifikate wurden in den vergangenen Jahren sehr häufig auch konservativen Anlegern als renditestärkere Alternative zu Fest- oder Tagesgeld angeboten. Risiken wurden sehr oft verschleiert. Der geradezu massenhafte Verkauf dieser Anlageform in den vergangenen Jahren dürfte vor allem der im Vergleich zu anderen Anlageformen hohen Provisionen geschuldet sein, die die Banken und deren Mitarbeiter bei jedem Verkauf einstreichen können. Über deren Anfall und Höhe wurde in zahlreichen Fällen nicht aufgeklärt.

Aber auch bei „normalen“ Anleihen bestehen im Einzelfall nicht unerhebliche Verlustrisiken und Gefahren, auf die ein Anleger hinzuweisen ist, insbesondere auf das Risiko des Verlusts des angelegten Geldes im Falle der Insolvenz des Emittenten.

Wir vertreten eine Vielzahl von Kapitalanlegern aus ganz Deutschlands, die Aktienzertifikate verschiedenster deutscher und ausländischer Banken oder aber Anleihen von Wirtschaftsunternehmen erworben und hiermit Verluste bis hin zum Totalverlust erlitten haben deutschlandweit gegenüber Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken.